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DER ANDERMATTER Winter 2015

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Gästemagazin der Gotthardregion

ALPENTIERE GANZ NAH

ALPENTIERE GANZ NAH ALPINE ANIMALS UP CLOSE Im gut erreichbaren Natur- und Tierpark Goldau (SZ) lassen sich die Tiere der Alpen und Voralpen auch im Winter aus nächster Nähe erleben. Neben allerhand Vögeln, Nage- und Huftieren warten hier Bären, Wölfe und Luchse auf neugierige Besucherinnen und Besucher. Auch seltene Tiere wie der Fischotter oder der Bartgeier leben im Tierpark. Geräumige Freilaufzonen, das neue Restaurant «Grüne Gans» und diverse Rastplätze, interessante Führungen und Events laden zur aktiven Begegnung zwischen Mensch und Tier ein – an 365 Tagen im Jahr. The Nature and Animal Park in Goldau has good transport links and lets you experience the animals of the Alps and its foothills at close quarters, even in winter. Alongside all types of birds, rodents and hoofed animals, even bears, wolves and lynx await the curious visitor. The animal park is also home to rare animals such as otters or bearded vultures. With lots of space to walk freely, a new restaurant facility "Grüne Gans" and various rest areas, interesting tours and events provide the ideal opportunity for up-close encounters between visitors and animals – 365 days a year. www.tierpark.ch Ein seltener Anblick: das Schneehuhn. Rare sight: a ptarmigan. Gämsen, Steinböcke, Hirsche und Rehe, Schneehühner und -hasen oder auch einmal ein Fuchs: Die Tierwelt in den Alpen ist vielfältig, und es ist eine wunderbare Überraschung, einem der scheuen Lebewesen in der freien Natur zu begegnen. Dies freilich ist die menschliche Sichtweise. Wenn es nach den Wildtieren ginge, bleiben sie lieber unter sich. Das gilt besonders für die kalte Jahreszeit: Während sich Schneeschuhläufer, Ski-und Snowboardfahrer und andere winterfeste Gäste über die weiss verschneite Landschaft freuen, ist das Leben im Winter für Tiere oft hart: Futter ist nur spärlich vorhanden und zudem meist nährstoffarm. Die Fortbewegung im Tiefschnee zehrt ebenso an den Kräften wie die Kälte. Auf 2'000 m ü. M. liegen die Temperaturen während der Wintermonate durchschnittlich bei -10° Grad. Da ist Energiesparen oberstes Gebot für freilebende Tiere. Nicht selten sind es nämlich die Energiereserven, die über Leben und Tod der Huftiere und Rauhfusshühner entscheiden. Etwas besser dran sind die Raubtiere, die sich vielleicht sogar über eine geschwächte Beute freuen dürfen. Ein isolierendes Winterfell oder Federkleid, Aufwärmpausen an der Sonne, Schutz in Höhlen oder Felsvorsprüngen, eine reduzierte Fortbewegung und das Absenken der Körpertemperatur helfen den Wildtieren, ihren Energieverbrauch tief zu halten. Am wichtigsten ist es für sie jedoch, möglichst nicht gestört zu werden, denn Stress und Flucht verbrauchen enorm viel Energie. Auch die Urschner Winterlandschaft bietet genug Platz für Mensch und Tier, wenn sich Sportler und Spaziergänger nicht ausgerechnet dort bewegen, wo Wildtiere ihre Refugien haben: Schneefreie Flächen, Felsen und Geländerippen sowie dicht bewaldetes Gebiet gilt es beim Freeriden und auf Schneeschuh- oder Skitouren möglichst zu meiden. Und ganz tabu sind die mit unübersehbaren Tafeln markierten Wildruhezonen, wo beim Zuwiderhandeln gar eine Busse droht. Wer ein waches Auge für die faszinierende Tierwelt der Alpen hat, geniesst mit etwas Glück – und idealerweise mit einem Feldstecher ausgerüstet – den Anblick von Wildtieren sogar von der Piste oder einem Winterweg aus. 26

Chamois, ibex, stags and roe deer, ptarmigan and mountain hare or even the odd fox: alpine wildlife is hugely diverse and it is a wonderful surprise to come across a shy creature in the great outdoors. Of course, that's just our perspective. When it comes to animals in the wild, they would rather be left alone. Especially in the winter. While we make the most of the white, snow-covered countryside in our snow shoes, skis and snowboards, surviving winter can be hard for many animals: food is scarce and usually low in nutrients. Moving through deep snow saps energy just like the cold. At an altitude of 2,000 m above sea level the temperatures during winter average -10°C. Conserving energy is the top priority for animals in the wild. Energy reserves can often be a matter of life and death for hoofed animals and grouse. The predators are in a slightly better position, sometimes even able to take advantage of a weakened prey. Insulating winter fur or feathers, time to rest in the sun, protection afforded by ledges or caves, reduced movement and a drop in body temperature all help wild animals to reduce the energy they use. The most important thing is not to be disturbed: stress and flight require massive amounts of energy. The Urseren winter landscape offers enough space for man and wildlife if walkers and sports enthusiasts steer clear of the areas where the wild animals take refuge. Freeriders, skiers and snowshoe walkers should avoid snow-free spaces, cliffs, ribbed terrain and densely wooded areas as far as possible. Wildlife protection areas are completely out of bounds and clearly marked by boards, with fines imposed for any violation. Keep an eye out for the fascinating wildlife of the Alps and you might even be lucky enough to catch sight of wild animals from the piste or winter path – a pair of binoculars always helps! Bitte nicht stören – die Gämse lässt sich lieber von ferne bewundern. Do not disturb: the chamois would rather be admired from a distance. 27

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