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DER ANDERMATTER Winter 2014

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Gästemagazin der Gotthardregion

Winterzauber Glacier Express Von St. Moritz nach Zermatt oder umgekehrt – eine Reise im Glacier Express ist unvergesslich. Informationen und Buchung: www.glacierexpress.ch 14 Der langsamste Schnellzug der Welt

specksteinkurse Soapstone courses und Figuren. In den Sommermonaten bietet er auch regelmässig Steinbildhauerkurse an. «Erstaunlich, mit welchem Eifer und Spass hier dabei wahre Kunstwerke entstehen», freut er sich. Wesentlich kantiger und härter ist der Serpentin. Er heisst so, weil die Struktur des grünlichen Steins schlangenartige Zeichnungen aufweist. Bis heute wird Serpentin in Architektur und Handwerk verwendet. Regli Senior nennt die Gründe: «Der prächtige Stein ist sehr dekorativ. Man kann ihn auf die unterschiedlichste Art bearbeiten, zersägen, schneiden und drechseln. Und wenn man den Stein ölt oder wachst, erhält er die berühmte dunkle, intensive Farbe.» Wer mit offenen Augen durch die Dörfer des Urserentals geht, begegnet beinahe auf Schritt und Tritt Steinarbeiten aus dem Betrieb der Familie Regli. Bei vielen Häusern zieren Serpentinsteine den Ein- und Aufgang. Und kaum eine Kirche oder Kapelle, in der nicht die Säulen aus dem bekannten grünen Serpentin sind. Und woher stammen all die Steine? «Aus der unmittelbaren Umgebung», lacht Vater Gedeon. «Wir besitzen seit langem von der Korporation Ursern das Recht, die Steine im Gigenstafel und auf Chämleten oberhalb Hospentals zu nutzen.» Hier brechen sie alle fünf bis sechs Jahre ihr tonnenschweres Material. «Speckstein wird in der Schweiz noch in zwei Steinbrüchen gewonnen. Beim Serpentin sind wir noch die einzigen», sagt Gedeon IV. Hoffentlich geht die Tradition weiter. Denn ohne die Gedeons von Hospental wäre das Urserental um ein ehrenwertes Handwerk ärmer. Sohn Gedeon Regli bietet seit 2008 Specksteinkurse an. Die Teilnehmer werden in die Kunst des Bildhauens eingeführt. Die Kurse finden jeden Samstag von Anfang Juli bis Ende September statt. Preis CHF 120.–. Ende Juni führt er für CHF 650.– einen Wochenkurs durch. telefonische Anmeldung: +41 (0)41 887 02 18. Gedeon Regli Junior has been offering soapstone courses since 2008. Participants are introduced to the art of sculpture. The courses are held every Saturday from the beginning of July to the end of September. Price CHF 120 At the end of June he holds a one-week course for CHF 650. To register for courses, call: +41 (0)41 887 02 18. Serpentine is much rougher and harder. It is so named because the structure of the greenish stone has snake-like markings. Serpentine is still used in architecture and crafts today. Regli Senior explains why: "This magnificent stone is very decorative. You can cut, fashion and shape it in a variety of ways. And by oiling or waxing it, you lend the stone its famous, dark, intensive colour." Anyone with a keen eye visiting the villages of the Ursenen valley will be met with examples of the family's stone work time and again. The entrances of many houses are decorated with serpentine stones. And the columns in virtually all the churches and chapels feature the famous green serpentine. So where does all the stone come from? Father Gedeon replies with a smile: "From the area around here. We have long held the right from Ursern Corporation to use the stones in Gigenstafel and Chämleten above Hospental." They quarry the material, weighing several tons, every five to six years. Gedeon IV explains: "Soapstone is only hewn from two quarries in Switzerland. We are the only ones when it comes to serpentine." Hopefully the tradition will continue, for the Urseren valley would be the poorer of a venerable craft without the Gedeons of Hospental. 15

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