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DER ANDERMATTER Sommer 2015

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Gästemagazin der Gotthardregion

ZAHLEN UND FAKTEN ZU

ZAHLEN UND FAKTEN ZU HOSPENTAL HOSPENTAL FACTS AND FIGURES Einwohner Inhabitants 200 Höhe Altitude 1500 m ü. M. Fläche Surface area 40 km 2 Siedlungsfläche Settlement area 49 ha (1,4 %) Landwirtschaftsfläche Agricultural area 1130 ha (32 %) Wald Forest 400 ha (10 %) Landschaftsbild. Doch genau das war die Absicht der Bauherren vor gut 800 Jahren. Das Urserental gehörte damals dem Benediktinerkloster Disentis, das auf der Bündner Seite des Oberalppasses liegt. Das Kloster schickte einen Vogt nach Urseren, der im Namen des Abts die Steuern einzog. Er sass auch zu Gericht, und wer zum Tod verurteilt wurde, liess am Galgen sein Leben. Dessen schaurige Überbleibsel sind im Hospentaler St.-Anna-Wald heute noch zu sehen. Der Turm zeigte allen deutlich, dass der Vogt des Klosters im Tal das Sagen hatte. Als 1382 die Urschner mit dem Freiheitsbrief des deutschen Königs Wenzel politisch selbstständig wurden und sich 1410 eng an Uri anschlossen, hatte die Burg als Zeichen der herrschaftlichen Macht ausgedient. Sie fristete ein kümmerliches Dasein und wechselte mehrmals den Besitzer. Irgendwann fiel der Turm an die Gemeinde, die ihn 1705 für den Bau der prächtigen Pfarrkirche als Steinbruch nutzte. Immer mehr zerfiel der Turm, bis er 1898 sorgsam renoviert und zum steinernen Zeugen einer längst vergangenen Epoche wurde. Sehenswürdigkeiten Wie aus entschwundener Zeit präsentiert sich auch das kleine Dorf. Mit seinen engen Gassen und den gepflegten Urschner Kapelle St. Karl. St. Charles Chapel. the surrounding landscape. Yet that was exactly the intention of the builders well over 800 years ago. At the time the Urseren Valley belonged to the Benedictine Abbey of Disentis, located on the Bündner side of the Oberalp Pass. The abbey sent a steward to Urseren to collect taxes on behalf of the abbot. The steward also presided over the court. Those sentenced to death ended up on the gallows, the gruesome remains of which can still be seen in Hospental's St. Annawald. The tower was a clear sign to everyone that the abbey steward's word was law in the valley. By the time Urseren gained political independence in the charter of freedom issued by the German King Wenzel in 1382 and in 1410 joined Uri in a close union, the castle had long since ceased to be a symbol of autocratic power. It fell into neglect and changed hands several times. At some point the tower became the property of the community, which then used it as a quarry for the magnificent parish church erected there in 1705. The tower fell increasingly into ruin until it was lovingly restored in 1898 and became a stone witness of a long forgotten age. Tourist sites The little village has the air of Brigadoon. With its narrow lanes and well-tended Urseren wooden houses, it has literally remained unchanged for centuries. Hospental probably does not look much different today than it did when the legendary Gotthard mail coach drawn by five horses cantered through the village between 1835 and 1882. The Baroque parish church of the Assumption of Mary crowns a hilltop. Like most religious buildings in the Urseren Valley this church also bears the signature of Hospental master builder Bartholomäus Schmid (1660–1738). The magnificent altars are among the finest from the Ritz studio, founded by a sculptor family from Upper Valais, who created many splendid altars in Uri in the 06

Holzhäusern ist es ist über Jahrhunderte weitgehend unverändert geblieben. Nicht viel anders als heute dürfte Hospental ausgesehen haben, als von 1835 bis 1882 die legendäre fünfspännige Gotthard-Postkutsche durch das Dorf rollte. Auf einer leichten Anhöhe thront die barocke Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. So wie die meisten Sakralbauten des Urserentals ist auch dieses Gotteshaus ein Werk des Hospentaler Baumeisters Bartholomäus Schmid (1660–1738). Die prächtigen Altäre gehören zum Besten aus der Ritz-Werkstatt, einer Bildhauerfamilie aus dem Oberwallis, die in Uri im 18. Jahrhundert zahlreiche prunkvolle Altäre schuf. Ein architektonisches Bijou bildet auch die barocke Kapelle St. Karl mit dem angebauten Pfrundhaus. Nicht weit davon entfernt befindet sich das 1687 erstellte Müllerhaus. Der stattliche Bau diente über Generationen der mit dem Gotthardhandel zu Reichtum gelangten Familie Müller als Stammsitz. Im Hotel St. Gotthard mit der bunt verzierten Fassade übernachtete am 24. September 1799 der russische General Suworow bei seinem Zug durch die Schweiz. Unmittelbar vor dem Haus kann man über die 1681 gebaute steinerne Brücke schlendern und sich in jene Zeit zurückversetzen lassen, als die Kaufleute, Pilger, Abenteurer und Söldner auf ihrem Marsch über den Gotthard in Hospental Rast machten. Galgen im St.-Anna-Wald. Gallows in St. Annawald. 18th century. Another architectural jewel is the Baroque St. Charles Chapel with adjoining almshouse. Close by is the Müller mansion built in 1687. For generations the mansion was the seat of the Müller family, whose wealth was founded on the Gotthard trade. Passing through Switzerland, on the 24th of September 1799 the Russian General Suworow spent the night at the Hotel St. Gotthard with its colourfully decorated facade. Directly in front of the mansion you can stroll over the stone bridge built in 1681 and cast yourself back in time to when merchants, pilgrims, adventurers and mercenaries rested in Hospental on their march over the Gotthard. ANZEIGE Ihr starker Partner für innovative Aufzugslösungen 1996 revolutionierte KONE die Industrie mit dem ersten maschinenraumlosen Aufzug der Welt. Seither entwickeln wir uns stets weiter. Entdecken Sie unsere innovativen, stilvollen und ökoeffizienten Lösungen für Aufzüge im The Chedi Andermatt und auf www.kone.ch Inserat-Andermatter-201x139.indd 1 15.04.2015 10:44:36 07

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