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DER ANDERMATTER Sommer 2013

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Gästemagazin der Gotthardregion

Bestaunen Sie die

Bestaunen Sie die bahntechnischen Pionier leistungen unserer Vorfahren inmitten einer grandiosen Gebirgslandschaft. In rund zwei Stunden fahren Sie in liebevoll restaurierten Nostalgiezügen von Realp nach Gletsch. Admire the pioneering railroad achievements of our ancestors amid magnificent mountain scenery. You can travel from Realp to Gletsch in around two hours in lovingly restored old-time trains. www.dfb.ch Pioniere waren sie, unsere Vorfahren vor hundert und mehr Jahren. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts wollten einige tollkühne Ingenieure eine Bahn von Meiringen über die Grimsel nach Gletsch und von dort über die Furka nach Andermatt bauen. Das Projekt verschwand zwar bald in einer Schublade, doch die Idee, über die Furka eine Eisenbahnverbindung zu schaffen, war geboren. 1911 wurde mit dem Bau begonnen. Im Juni 1914 verkehrten die ersten Züge zwischen Brig und Gletsch. Mit der Weiterführung des Trassees haperte es aber gewaltig: Lawinen zerstörten mehrmals einzelne Brücken, der Scheiteltunnel durch die Furka brach immer wieder ein und 1923 ging die Bahngesellschaft zu allem Elend Konkurs. Doch 1926 war es endlich soweit: Erstmals dampfte ein Zug über die Furka und den Oberalppass. 1942 wurde die Strecke elektrifiziert und die Dampfloks wurden verkauft – sogar bis nach Vietnam. 1982 wurde der Furkabasistunnel in Betrieb genommen. Jetzt hatte auch die alte Bahnstrecke ausgedient. Wenn nicht erneut Pioniere eine verrückte Idee gepackt hätte. Sie gründeten 1983 den Verein Furka-Bergstrecke. Hartnäckig und mit viel Herzblut setzten sie sich für die Rettung der weltberühmten Furkastrecke ein. Hunderte begeisterte Eisenbahnerfreaks aus halb Europa opferten ihre Ferien und Wochenenden und leisteten Schwerstarbeit. Schienen wurden neu gelegt, Hänge gesichert, Brücken gebaut und die alten Loks aufgetrieben und restauriert. 1992 schnauben erstmals Dampfzüge von Realp bis Tiefenbach, und seit 2010 ist die Strecke bis Oberwald in Betrieb. Eine Sensation, die nicht nur Eisenbahnfreaks fasziniert. Pioneers they were, our ancestors a hundred or so years ago. Even at the end of the 19th century, some bold engineers were already planning to build a railway line from Meiringen over the Grimsel to Gletsch, and from there over the Furka to Andermatt. Although the project was soon shelved, the idea of building a rail link over the Furka was born. Construction began in 1911. In June 1914 the first trains ran between Brig and Gletsch. Further work on the route was exceedingly hampered: avalanches destroyed bridges several times, the summit tunnel through the Furka kept on collapsing, and, as the final straw, the railway company went bankrupt in 1923. However in 1926 the great day arrived: a steam train chugged its way over the Furka and Oberalp Pass for the first time. In 1942 the line was electrified, and the steam engines were sold – as far afield as Vietnam. In 1982 the Furka base tunnel went into service. And that would have put an end to the old line – that is if some pioneers hadn’t come up with another harebrained idea. They founded the ‘Furka Mountain Line’ association. Determined, they passionately committed themselves to saving the worldfamous Furka line. Hundreds of railway enthusiasts from half of Europe sacrificed their holidays and weekends to put in hard labour. Rails were relaid, slopes secured, bridges built and the old engines located and restored. In 1992 the first steam engines puffed their way from Realp to Tiefenbach and since 2010, to Oberwald. It is a sensation that not only fascinates railway fans. 45

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